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Pascal Cziborra: KZ Hertine - Explosion in der Bombenfabrik
Die Verwertchemie Hertine war eine
Tochterfirma der Dynamit Nobel AG (DAG). Das
Werk im Ortsteil Welboth bei Teplitz-Schönau
beschäftigte ab 1944 über 600 Jüdinnen
eines neu gegründeten Außenlagers des KZ
Flossenbürg sowie Kriegsgefangene aus
Serbien und Frankreich und anderen Nationen
in der deutschen Rüstungsindustrie bei der
Herstellung und Befüllung von Bomben. Die
Jüdinnen waren aus dem Großraum Budapest,
Ostungarn, Transkarpatien sowie
Nordtranssilvanien und Siebenbürgen nach
Auschwitz deportiert worden. Sie kamen also
auch aus Ungarn zugeschlagenen Gebieten der
heutigen Slowakei, der Ukraine und
Rumänien.
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Pascal Cziborra: KZ Mittweida - Ungesühnter Mord
500 Frauen mussten ab Oktober 1944 in Mittweida Zwangsarbeit für die aus Berlin verlagerte Elektrofirma C. Lorenz AG leisten. Sie wurden dafür aus dem KZ Auschwitz in das Außenlager des KZ Flossenbürg überstellt und im Barackenlager an der Feldstraße untergebracht. Im Schichtbetrieb fertigten sie Eisenkerne für Spulen und pressten Teile aus Bakelit für Bordgeräte und Sender. Die Arbeiterinnen aus Russland, Belarus und der Ukraine, sowie aus Polen, Italien, Jugoslawien, vor allem aus Slowenien und Kroatien, und anderen Ländern, wurden eigens dafür in Auschwitz ausgesucht. Auch einzelne Jüdinnen mischten sich unter die Belegschaft. Während einige Frauen bereits 1942 in ein Konzentrationslager eingeliefert worden waren, wurden viele Frauen und Mädchen erst infolge des Warschauer Aufstandes im August 1944 verhaftet und als Strafaktion gegen die Zivilbevölkerung über Pruszków nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Einige Häftlinge wagen in Mittweida die Flucht. Schwangere werden ins Frauenkonzentrationslager Ravensbrück abgeschoben. Als SS-Unterscharführer Adolf Nies im April 1945 das Lager evakuiert, wird eine psychisch angeschlagene Polin erschossen. Nach Fußmarsch über Hainichen und Freiberg werden die KZ-Häftlinge Mitte des Monats einwaggoniert und über Lobositz im Sudetenland mit männlichen Häftlingen des KZ Leitmeritz ins Protektorat Böhmen und Mähren gefahren. Seltene Filmaufnahmen zeigen tschechische Zivilisten, wie sie den KZ-Häftlingen aus Mittweida in Roztoky, einer Bahnstation vor Prag, mit Lebensmitteln helfen. Zuvor waren etliche hungernde Frauen durch die Wachmannschaft exekutiert worden, die bei Luftangriffen Vorräte geplündert oder sich mit Kleidung eingedeckt hatten. Südlich von Budweis wurde Zug 94803 gestoppt und die Überlebenden am Kriegsende zwischen Velešin und Kaplice befreit. Pascal Cziborra rekonstruiert ihre Schicksale und hat die Lagergeschichte sowie die Strafverfolgung des SS-Personals dokumentiert. Hinweise zu den Evakuierungstoten nehmen Autor und Verlag zwecks Identifizierung entgegen.
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Pascal Cziborra: KZ Dresden Universelle - Die Bombentoten der Maschinenfabrik
700 Häftlinge aus dem KZ Ravensbrück mussten ab Oktober 1944 in der Dresdner Altstadt Zwangsarbeit für die Universelle Maschinenfabrik J.C. Müller & Co. verrichten. Sie wurden dafür dem KZ Flossenbürg unterstellt. Sie waren als Politische, Andersdenkende, Sippen-, Schutz- und Vorbeugehäftlinge, als ausländische Zivilarbeiterinnen, rassisch Verfolgte, als sogenannte “Zigeunerinnen”, wegen “Judenbegünstigung” oder “Wehrkraftzersetzung”, als Bibelforscherinnen, Liebessünderinnen, Prostituierte, sogenannte “Asoziale” oder “Berufsverbrecher” in die Mühlen der KZ-Haft geraten; hatten vor Ravensbrück zum Teil auch das KZ Auschwitz oder das KZ Buchenwald durchlaufen. Sie stammten aus dem gesamten Reichsgebiet, inklusive Österreich und Slowenien, aus Russland, Lettland, Polen, Serbien und anderen süd- und westeuropäischen Staaten. Nichts ersehnten sie mehr als ihre Befreiung, als Mitte Februar 1945 das Werk und ihre Häftlingsunterkunft in der Florastraße 14 im Bombenhagel über ihnen kollabierte ... Historiker Pascal Cziborra hat die vorliegenden Quellen analytisch ausgewertet und versucht über Archive und anhand standesamtlicher Unterlagen die Schicksale der bombardierten KZ-Häftlinge zu rekonstruieren und erinnert dabei an wunde Punkte der Entschädigungsdebatte.
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Pascal Cziborra: KZ Wolkenburg - Todesmarsch nach Dachau
Reichlich 400 Frauen und Mädchen mussten Zwangsarbeit für die Opta Radio AG in Wolkenburg verrichten. Der Berliner Rüstungsbetrieb hatte sich in die Räumlichkeiten der Leipziger Baumwollweberei eingemietet. 1944 erreichten drei Bahntransporte aus den Konzentrationslagern Ravensbrück, Auschwitz und Bergen-Belsen den Ort bei Limbach-Oberfrohna an der Zwickauer Mulde. Alle Häftlinge hatten zuvor das KZ Auschwitz durchlaufen. Nun waren sie dem KZ Flossenbürg unterstellt. Es handelte sich um 150 Sinti und Roma, die kurz vor der Liquidierung des Zigeunerlagers in Auschwitz im August 1944 in das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück gelangten. Außerdem waren über 100 Polinnen knapp 40 Russinnen und einige Jugoslawinnen bzw. Italienerinnen direkt aus Auschwitz nach Wolkenburg überstellt worden. Im dritten Transport aus Bergen-Belsen befanden sich fast ausnahmslos Polinnen, die als Strafaktion an der Zivilbevölkerung nach dem Warschauer Aufstand im August 1944 festgenommen worden waren und nach Einlieferung vom Durchgangslager Pruszków in das KZ Auschwitz-Birkenau als Schutzhäftlinge nach Bergen-Belsen gelangten. In Wolkenburg waren die Frauen direkt in der Fabrik untergebracht und arbeiteten im Schichtbetrieb bis zum 13. April 1945. Dann wurden sie per Zug über Neustadt, Weiden, Schwarzenfeld und Irlaching bis zum Bahnhof Irrenlohe evakuiert, wo sie in einen erneuten Luftangriff gerieten. 5 Frauen wurden standrechtlich exekutiert. Die verbliebenen wurden über Schwandorf weiter auf einem Todesmarsch ins KZ Dachau getrieben, wo weniger als ein Drittel der ursprünglich in Wolkenburg aufgebrochenen Frauen angekommen ist.
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Pascal Cziborra: KZ Leitmeritz - Frauen für Richard
Mehr als 18.000 Häftlinge durchliefen das Außenlager Leitmeritz des KZ Flossenbürg, wo seit dem Frühjahr 1944 eine Untertageverlagerung für den Auto Union Konzern entstand. Vorstands-vorsitzender Richard Bruhn hatte sich selbst um das Auffinden eines Höhlenvorkommens bemüht und das Verlagerungsprojekt vorangetrieben. In den Stollen „Richard I“ eines ehemaligen Kalkbergwerks im Sudetenland sollten Fabrikationsräume der Elsabe AG für Panzermotoren eingerichtet werden, um vor Luftangriffen geschützt zu sein. In einem zweiten Stollen „Richard II“ sollte zudem die Firma Osram KG mit ihrer kriegswichtigen Produktion von Molybdänerzeugnissen einziehen. Zur Aufnahme der Fertigung kam es dort kriegsbedingt aber nicht mehr. Die männlichen Häftlinge wurden aus Dachau, Auschwitz, Groß Rosen und Buchenwald überstellt, die weiblichen Häftlinge aus Ravensbrück. Kranke wurden zurück ins Stammlager Flossenbürg oder nach Bergen-Belsen abgeschoben. Im Winter 1944/45 brach eine Ruhr- und Typhusepidemie im Lager aus. Die Arbeits- und Lebensbedingungen auf der Großbaustelle des SS-Baustabs B5, im Kommando Elsabe und im KZ-Lager Leitmeritz waren so miserabel und menschenverachtend, dass über 3.500 Häftlinge in Leitmeritz starben oder ermordet wurden. Mehr als 1.000 weitere Todesfälle ereigneten sich nach Überstellung in andere Lager. Im April 1945 war Leitmeritz Anlaufstation vieler Todesmärsche und Evakuierungstransporte aus Flossenbürger Außenlagern vor allem in Sachsen und aus dem KZ Buchenwald. Zeitweilig waren etwa 9.000 Häftlinge auf dem Lagergelände, der Reithalle und den Stallungen einer tschechischen Kaserne, untergebracht. Rund 4.000 Häftlinge wurden zu Kriegsende in einem Zug über Roztoky, Prag und Budweis evakuiert; viele andere, vor allem Juden, nach Theresienstadt überführt oder in kleinen Gruppen entlassen. Zahlreiche Fotos und Zeitzeugenberichte komplettieren Cziborras wissenschaftliche Dokumentation. Aus der Nachkriegsfirmierung der Auto Union in Ingolstadt ging die Audi AG als eigenständiger Autohersteller hervor. Spät stellte sich dieser seiner nationalsozialistischen Vergangenheit.
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Horst Decker: Ich habe mich nur der Kunst gewidmet Vom NS-Täter zum Ehrenbürger - Briefe eines KZ-Kommandanten
Er hätte wohl sein düsteres Geheimnis mit ins Grab genommen, wenn ihn nicht seine Briefe aus den Kriegsjahren überdauert hätten. Als Offizier einer Luftwaffen-Baukompanie war ihm nach seiner Stationierung in Italien und Königsberg im Sommer 1944 die Lagerleitung eines litauischen KZ- Lagers in Ponewesch (Panevėžys) übertragen worden. Die Juden, die für den Flugplatzausbau benötigt wurden, hatte er persönlich herbeigeholt und später auch ins KZ Stutthof bei Danzig evakuiert. Von dort wurden sie zu großen Teilen zum Vernichtungslager Auschwitz oder in Arbeitstransporte ins KZ Dachau eingereiht und auf Nebenlager verteilt. Nach dem Krieg tilgt der Maler und Kunsthändler dieses schuldhafte Kapitel aus seiner Biographie und wird Ehrenbürger seiner Stadt. Obwohl seine militärische Karriere klar nachvollzogen werden kann, will er sich seit 1937 ausschließlich seiner Kunst gewidmet haben. Seine Briefe widerlegen das und beweisen seine Schuld an nationalsozialistischen Menschenrechtsverbrechen. Horst Decker ist die verdienstvolle Arbeit der Kommentierung und Einbettung dieser Briefe in ein historisches Geschehen zu verdanken. Dabei wird insbesondere auch die Liquidierung des Ghettos bzw. Konzentrationslagers Schaulen (Šiauliai) durch die Sipo Kauen (Kaunas) detailliert beleuchtet und Zeitzeugen das Wort erteilt. Das Buch wird durch statistische Auswertungen zur Lagersterblichkeit und eine Häftlingsliste ergänzt; das Unrecht und der Holocaust in Litauen somit dem Vergessen entrissen.
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Norbert Sachse: Die Akte S Fünf Jahre in den Mühlen des MfS
Nach misslungener Flugblattaktion in
Karl-Marx-Stadt gerät der 17-jährige
Berufsschüler Norbert Sachse ins Visier der
Stasi. Wegen Staatsfeindlicher Hetze zu
mehrjähriger Haft verurteilt, beginnt mit
dem Schuldspruch seine Odyssee durch diverse
Haftanstalten der DDR. Ob Jugendzuchthaus
Festung Torgau, der "Rote Ochse" in Halle an
der Saale, Gefängnis Cottbus,
Untersuchungs-haftanstalt Hohenschönhausen,
Haftpsychiatrie Waldheim oder Haftanstalt
Bautzen II, Sachse bekommt die Repressalien
des Sozialismus hautnah zu spüren.
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Pascal Cziborra: KZ Hainichen - Beim Schwarzen Uhu
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Pascal Cziborra: KZ Zschopau - Sprung in die Freiheit
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Pascal Cziborra: KZ Venusberg - Der verschleppte Tod
Autor Pascal Cziborra spürte den Schicksalen der Flosenbürger Häftlinge nach und legt die erschütternde Historie des Außenlagers offen.
ISBN 9783938969410 - 360 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra: KZ Mockethal-Zatzschke - Dachs VII in Pirna
Unter der Tarnbezeichnung Dachs VII sollte 1945 in Pirna eine unterirdische Produktionsanlage zur Treibstoffgewinnung entstehen. Ab Januar wurde dazu zwischen Mockethal und Zatzschke ein Barackenlager errichtet, in dem anfangs ein Baukommando von 100 Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg eingesetzt wurde. Nach der Bombardierung Dresdens im Februar diente das unfertige Barackenlager als provisorisches Ausweich- und Evakuierungslager für Hunderte KZ-Häftlinge, darunter auch Juden, aus Dresden. An die Todesopfer des Lagers erinnert u.a. ein Gedenkstein auf dem Friedhof in Lohmen. Pascal Cziborra hat Dokumente gesichtet und analysiert und die Geschichte des KZ-Außenlagers Mockethal-Zatzschke und das Schicksal seiner Häftlinge detailliert recherchiert und in diesem Buch zugänglich gemacht.
ISBN 9783938969403 - 140 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra: KZ Wilischthal - Unter "Hitlerauges" Aufsicht
Das Lager Wilischthal stellt mit einer Oberaufseherin als Lagerkommandantin im nationalsozialistischen Lagersystem ein Ausnahmephänomen dar und gerät damit in den wissenschaftlichen Fokus. Die ihr anvertrauten Häftlinge kamen aus Auschwitz und wurden kurz vor Kriegsende nach Theresienstadt evakuiert. Zahlreiche Grafiken und Fotos runden die informative Dokumentation ab.
ISBN 9783938969397 - 200 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra: KZ Freiberg - Geheime Schwangerschaft
Autor Pascal Cziborra spürte den Schicksalen der Flossenbürger Häftlinge nach und legt die umfangreichen Ergebnisse seiner Forschungsarbeit, inklusive der Deportationsdaten, offen.
ISBN 9783938969380 - 304 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra: KZ Flossenbürg - Gedenkbuch der Frauen
Mit dem vorliegenden Gedenkbuch leistet der Autor Pascal Cziborra seinen wissenschaftlichen Beitrag zur Erinnerung an das Leiden und Sterben der weiblichen Häftlinge des KZ Flossenbürg und seiner Außenlager in Chemnitz, Dresden, Freiberg, Graslitz, Gundelsdorf, Hainichen, Helmbrechts, Hertine, Holleischen, Leitmeritz, Mehltheuer, Mittweida, Neu Rohlau, Nürnberg, Oederan, Plauen, Rochlitz, Venusberg-Gelenau, Wilischthal, Wolkenburg, Zschopau und Zwodau. Cziborras Standardwerk beinhaltet umfassende Aufstellungen aller überlieferten Transporte, Fluchtversuche, Entlassungen und Todesfälle, sowie einen aufwendig recherchierten und detaillierten Gedenkteil aller namentlich bekannten Opfer.
ISBN 9783938969373 - 184 Seiten - 23,95€
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Harry Kirchwehm: Mediennutzung und Homosexualität
Eine empirische Studie zum Mediennutzungsverhalten LSBT-Jugendlicher und junger Erwachsener im Kontext ihrer sexuellen Identität
Seit vielen Jahren untersucht der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest mit der JIM-Studie das Mediennutzungsverhalten von Jugendlichen im Alter von 12 bis 19 Jahren, um damit eine Grundlage zu bilden, auf der Strategien für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit entwickelt werden können. Der Autor der hier vorliegenden Untersuchung stellt fest, dass eine wichtige Bezugsgröße in den JIM-Studien keine Berücksichtigung findet. Die sexuelle Orientierung führt nämlich zu einer anderen Nutzung von Internet und digitalen Medien und stellt somit einen zentralen Aspekt für medienpädagogische Überlegungen dar. In einer an das Forschungsdesign der JIM-Studie orientierten Vergleichsuntersuchung wurden 453 homosexuelle Jugendliche und junge Erwachsene zu ihrem Nutzungsverhalten von Computer, Internet und anderen digitalen Medien befragt und die Unterschiede zu den 2012 in der JIM-Studie gewonnenen Ergebnissen herausgearbeitet.
ISBN 9783938969359 - 136 Seiten - 15,90€
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Pascal Cziborra: KZ Dresden Reick Tödlicher Typhus
Auch bei der Zeiss Ikon AG in der Mügelner Straße 40 im Stadtteil Dresden Reick wurden ab Oktober 1944 KZ-Häftlinge als Zwangsarbeiter in der Rüstungswirtschaft ausgebeutet. Sie wurden aus den Konzentrationslagern Auschwitz und Bergen-Belsen in das Außenlager des KZ Flossenbürg überstellt. Die Frauen kamen aus Russland und der Ukraine, aus Polen, Jugoslawien und Italien. Kurz vor der großen Bombardierung Dresdens treffen dann auch Jüdinnen ein, die überwiegend aus Ungarn, aber auch aus Frankreich, dem Deutschen Reich und anderen Ländern stammen. Es bricht eine Typhusepidemie aus, der bald zahlreiche Häftlinge zum Opfer fallen und die auch auf die SS-Wachmannschaft und die Aufseherinnen übergreift. Im April 1945 werden die verbliebenen Häftlinge zu Fuß Richtung Süden evakuiert und bei Hellendorf von sowjetischen Truppen befreit.Pascal Cziborra hat diverse Dokumente und Informationen zu den betroffenen Häftlingen und dem beteiligten SS-Personal zusammengetragen, die Geschichte des KZ-Standortes akribisch analysiert und die Ergebnisse seiner Recherchen der Öffentlichkeit endlich zugänglich gemacht.
ISBN 9783938969304 - 148 Seiten - 19,95€ |
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Joachim Potthast: Im Netzwerk der
Täter
Eine Juristenkarriere im
Reichssicherheitshauptamt
Als der Rechtsanwalt Jobst Thiemann 1963 im
Bielefelder Amtsgericht festgenommen wird,
holt ihn seine SS-Vergangenheit und die
Karriere beim Reichssicherheitshauptamt ein.
Nun fragen Ermittler nach Schuld und
Verstrickung des ostwestfälischen Juristen,
nach seiner Rolle als Entscheidungsträger
auf höchster nationalsozialistischer
Verwaltungsebene und seiner Beteiligung an
den SS-Einsatzgruppen, die mit
Vernichtungskrieg hinter den Frontlinien
betraut waren. Doch ehe ein Urteil gesprochen
werden kann, ist Thiemann tot.
Joachim Potthast rollt die Akten neu auf.
Anhand zahlreicher Tagebuchaufzeichnungen,
Feldpost und anderer Briefdokumente, sowie
Fotografien von Thiemanns Auslandseinsätzen
in Krakau, Gorlowka und vor Stalingrad, wird
der Werdegang des Juristen und dessen
Vernetzung anschaulich und minutiös
rekonstruiert.
Die Studentenzeit in Münster, Marburg und
Berlin der 1930er Jahre wird dabei ebenso
intensiv beleuchtet, wie das Untertauchen
unter falscher Identität nach dem Krieg und
der Neuanfang in der österreichischen Ramsau
am Dachstein. Insbesondere die Tagebücher
und die Briefwechsel mit der Ehefrau, den
Eltern, Schwiegereltern, ehemaligen
Kameraden, Kollegen und anderen, entwerfen
ein komplettes Familien- und
Gesellschaftspanorama, das das Lebensgefühl
der 1930er, 40er, 50er und 60er Jahre
greifbar werden lässt und ein
Täter-Netzwerk freilegt.
Der Fall Thiemann steht dabei exemplarisch
auch für die Kontinuität deutscher Eliten
in der frühen Bundesrepublik mit geschickter
Umgehung der Entnazifizierungsinstanzen und
gibt spannende Einblicke in die justizielle
Aufarbeitung eines der dunkelsten Kapitel
europäischer Geschichte.
ISBN 9783938969281 - 244 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra: KZ Dresden Striesen
Das Familienlager Bernsdorf
& Co.
in der Schandauer Straße 68
Nachdem die Tabakindustrie Dresdens 1944
dem „Metallwerk Striesen“ ihre
Räumlichkeiten überlassen musste, wurde
auch eine Gruppe von 500 Juden aus dem KZ
Stutthof in der deutschen
Rüstungsindustrie eingesetzt. Fast alle
von ihnen waren über das KZ
Auschwitz-Birkenau überstellt worden und
stammten größtenteils aus dem
polnischen Lodz, wo sie im Metallressort
des Ghettos Litzmannstadt gearbeitet
hatten.
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Pascal Cziborra: KZ Mehltheuer
Lippenstift statt
Lebensmittel
In einem Verlagerungsbetrieb der Vogtländischen Maschinenfabrik AG kamen seit Dezember 1944 jüdische KZ Häftlinge zum Einsatz. Die ca. 350 Zwangsarbeiterinnen hatten die Konzentrationslager Auschwitz und Bergen-Belsen durchlaufen und wurden auf dem Firmengelände der Tüll- und Gardinenfabrik in Mehltheuer bei Plauen untergebracht und in der deutschen Rüstungsindustrie beschäftigt. Im April 1945 wurden die Frauen und Mädchen durch einen Lagerführer vor einem Todesmarsch bewahrt und durften in Mehltheuer bleiben. Die Überlebenden wurden schließlich von den amerikanischen Befreiern zur Erholung nach Rentzschmühle umquartiert. Pascal Cziborra hat die Schicksale der ehemaligen Häftlinge recherchiert und schildert detailliert die Geschichte des Außenlagers des KZ Flossenbürg. Diverse Fotos ergänzen die empfehlenswerte Dokumentation.
ISBN 9783938969175 - 148 Seiten - 19,95€
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Pascal Cziborra:
KZ-Autobiografien
Geschichtsfälschungen zwischen Erinnerungsversagen
Selbstinszenierung und
Holocaust-Propaganda
Menschliche Wahrnehmung und individuelles Erinnerungsvermögen sind begrenzt, Irrtümer und Täuschungen in Memoiren quasi vorpro- grammiert. Darum gehören KZ-Autobiografien und Augenzeugenberichte als wertvolle Quellen der Historiografie zwangsläufig zur Authentizitäts- und Verlässlichkeitsanalyse auf den wissenschaftlichen Prüfstand. Dort kommt Cziborra in seiner vergleichenden Studie zu erstaunlichen Forschungsergebnissen. Mit aussagekräftigen quantitativen Befunden untermauert er die Darstellungsmankos der autobiografischen Zeugnisliteratur weiblicher KZ-Überlebender zwischen Erinnerungs- versagen, Selbstinszenierung und Holocaust-Propaganda.
ISBN 9783938969168 - 160 Seiten - 13,95€
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Fotini Tzani: Zwischen Karrierismus & Widerspenstigkeit
SS-Aufseherinnen
im KZ-Alltag |
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Ruth Alton: Deportiert von den Nazis
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Pascal Cziborra: KZ Gundelsdorf - Fischers Liste
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Pascal Cziborra:
Frauen im KZ |
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Dr. Alois Epple: KZ Türkheim - Das Dachauer Außenlager Kaufering VI
ISBN 9783938969076 - 156 Seiten - 19,95€ |
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Pascal Cziborra: KZ Oederan - Verlorene Jugend
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Pascal Cziborra: KZ
Freiberg - Geheime
Schwangerschaft Ca. 1000 Jüdinnen aus Lodz, Theresienstadt, Sered und Mateszalka deportierte man 1944 über Auschwitz - Birkenau ins sächsische Freiberg, um bei der Freia GmbH Zwangsarbeit für die Arado Flugzeugwerke zu leisten. Darunter auch ein Dutzend Schwangere, die in Freiberg, während der Evakuierung und nach der Befreiung im KZ Mauthausen unter widrigsten Bedingungen ihre Kinder zur Welt brachten, die zum Teil sogar überlebten. Autor Pascal Cziborra spürte den Schicksalen der Flossenbürger Häftlinge nach und legt die umfangreichen Ergebnisse seiner Forschungsarbeit, inklusive der Deportationsdaten, offen. ISBN 9783938969052 - 272 Seiten - 19,95€ |
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Pascal Cziborra: KZ Venusberg - Der verschleppte Tod
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Pascal Cziborra: KZ Flossenbürg - Gedenkbuch der Frauen
This important memorial book for the female
prisoners of concentration camp Flossenbürg
and its satellite camps contains detailed
information of all known transportations,
escapes, releases and cases of death. Pages
of remembrance list the victims with all
collected facts about their deportation. To
get to know more about the over 16,000 former
prisoners Cziborra hopes for support by his
readers. |
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Pascal Cziborra: KZ Zschopau - Sprung in die Freiheit
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Pascal Cziborra: KZ Wilischthal - Unter Hitlerauges Aufsicht
Das Lager Wilischthal stellt mit einer
Oberaufseherin als Lagerkommandantin im
nationalsozialistischen Lagersystem ein
Ausnahmephänomen dar und gerät damit in den
wissenschaftlichen Fokus. Die ihr
anvertrauten Häftlinge kamen aus Auschwitz
und wurden kurz vor Kriegsende nach
Theresienstadt evakuiert. Zahlreiche Grafiken
und Fotos runden die umfassende Dokumentation
ab. Ein infor- matives Buch für Opfer,
Täter, Mitläufer, Widerständler und
Nachgeborene. |
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